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AUßERGEWÖHNLICHE BELASTUNGEN

Außergewöhnliche Belast­ungen sind zwangs­läufige größere Auf­wend­ungen, die die überwiegende Mehrzahl der Personen in der gleichen Ein­kommens­klasse nicht haben. Aller­dings dürfen diese Kosten nicht Sonder­ausgaben, nicht Werbungs­kosten und auch nicht Betriebs­ausgaben sein.

 

Unter diese Vor­schrift fallen insbesondere:

  • Krankheitskosten,
  • Kosten der Behinderung (einschl. Behindertenpauschbetrag),
  • Kosten für Wiederbeschaffung existenziell notwendiger Wirtschaftsgüter (Kleidung, Hausrat, etc.),
  • Beerdigungskosten,
  • Ehescheidungskosten.

Bei den Krankheitskosten ist zu beachten, dass die Zwangsläufigkeit dieser Kosten durch einen Arzt oder einen medizinischen Dienst oder Amts­träger nachge­wiesen werden muss.

 

Für den Ansatz der Kosten ist eine sog. "zumutbare Eigenbelastung" des Steuerpflichtigen anzusetzen. Wie oben er­wähnt ver­gleicht man diese Kosten mit Personen der "gleichen Einkommensklasse".

 

Diese Eigen­belastung ergibt sich aus einem Prozentsatz von dem Gesamtbetrag der Einkünfte unter Berücksichtigung von Familien­stand und Anzahl der Kinder. Siehe dazu folgende Übersicht:

 

 

Gesamtbetrag der Einkünfte

bis EUR 15.340

ab EUR 15.340

bis EUR 51.130

über EUR 51.130



Steuerpflichtige

ohne Kinder

 

mit Grundtabelle

mit Splittingtabelle

 

 

 

5 Prozent

4 Prozent

 

 

 

6 Prozent

5 Prozent

 

 

 

 

7 Prozent

6 Prozent



Steuerpflichtige

 

mit einem oder zwei Kindern

mit drei oder mehr

Kindern

 

 

 

 

2 Prozent

 

1 Prozent

 

 

 

3 Prozent

 

1 Prozent

 

 

 

4 Prozent

 

2 Prozent



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